Ratgeber

Wie der Rechner funktioniert

Der Rechner soll keine Steuerberatung ersetzen. Er soll transparent zeigen, welche Faktoren die Entscheidung zwischen Kleinunternehmerregelung und Regelbesteuerung wirtschaftlich beeinflussen.

Was der Rechner macht

Der Rechner führt zwei Schritte aus. Zuerst prüft er, ob die Kleinunternehmerregelung im vereinfachten Modell rechtlich noch möglich ist. Danach vergleicht er, welche Variante anhand deiner Eingaben wirtschaftlich besser abschneidet.

Der zweite Schritt ist entscheidend. Viele Gründer schauen nur auf die Umsatzgrenzen. Das reicht aber nicht, weil Kundenmix, Preislogik und Kostenstruktur einen starken Einfluss auf das Ergebnis haben können.

Welche Eingaben verwendet werden

Verwendet werden der Umsatz im letzten Kalenderjahr, der geplante Umsatz im laufenden Jahr, die jährlichen Bruttokosten, der Anteil von Privat- und Firmenkunden sowie deine Preislogik.

Die Kosten werden im Modell als Bruttokosten mit 19 Prozent Umsatzsteuer betrachtet. Daraus berechnet der Rechner die enthaltene Vorsteuer, die bei Regelbesteuerung wirtschaftlich relevant sein kann.

Wie der rechtliche Check funktioniert

Im vereinfachten Check gilt: Liegt der Vorjahresumsatz über 25.000 Euro oder der geplante Umsatz im laufenden Jahr über 100.000 Euro, ist die Kleinunternehmerregelung in diesem Modell nicht mehr offen.

Ist eine Grenze überschritten, zeigt der Rechner trotzdem den finanziellen Vergleich. Dieser ist dann aber nur noch eine Einordnung und keine echte Wahlmöglichkeit.

Beispielrechnung mit Zahlen

Angenommen: Umsatz 24.000 Euro, Bruttokosten 6.000 Euro, Privatkunden 70 Prozent, Firmenkunden 30 Prozent, Preislogik Endpreis bleibt gleich. Als Kleinunternehmer bleiben 24.000 Euro Umsatz vor Kosten. Nach 6.000 Euro Kosten ergibt das vereinfacht 18.000 Euro.

Bei Regelbesteuerung wird der Privatkundenanteil aus dem Brutto-Endpreis herausgerechnet. Gleichzeitig sinken die Kosten durch den Vorsteuerabzug. Das kann je nach Kundenmix und Kostenblock besser oder schlechter sein. Genau diesen Kipppunkt macht der Rechner sichtbar.

Grenzen des Modells

Das Modell rechnet bewusst vereinfacht mit 19 Prozent. Es berücksichtigt keine Sonderfälle, keine 7-Prozent-Umsätze, keine Einkommensteuerwirkungen und keine individuelle steuerliche Situation.

Das Ergebnis ist eine Orientierung für Planung und Verständnis. Die finale Entscheidung sollte bei Unsicherheit mit einer qualifizierten steuerlichen Beratung abgestimmt werden.

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